Clown Zauberer LIAR war dabei!!!

Artikel von der Stadt Bottrop : www.bottrop.de

Die Eröffnung der Demenz-Aktionswoche „Gedanken wie Seifenblasen“ interessierte bereits einige hundert Besucher und bot ihnen am Samstag (16. Juni) den ganzen Tag über ein vielfältiges Programm: Vom „Markt der Möglichkeiten“ auf dem Berliner Platz über den „Trommelzauber“ und den prominenten Kabarettisten Dr. Ludger Stratmann bis hin zu einer ganz speziellen Seifenblasen-Show.

In seiner Begrüßungsansprache machte Oberbürgermeister Bernd Tischler auf die wichtige gesellschaftliche Aufgabe aufmerksam, sich bei dem voranschreitenden Alterungsprozess auch der deutschen Gesellschaft mit den damit einhergehenden zunehmenden Demenzerkrankungen und ihren Folgen zu beschäftigen. Wichtig sei im Umgang mit der Erkrankung, zu verstehen, dass eine dementielle Erkrankung nicht handlungsunfähig mache. Es gelte die Angst zu besiegen: die Angst der Erkrankten vor dem Vergessen und die Angst der Angehörigen vor der eigenen Hilflosigkeit. Ein Mittel dagen sei, gemeinsam Neues zu entdecken, stellte der Oberbürgermeister fest und strich hier insbesondere das von einigen Schulen unterstützte Paten-Projekt heraus, dass die Demenz-Aktionswoche begleitet (und vielleicht auch nach deren Ende noch fortbesteht?).

Diese und andere Aktivitäten seien aus dem Engagement des städtischen Gesundheitsamt der vergangenen acht Jahre entstanden. Anstrengungen, die nicht hoch genug zu loben seien. Bernd Tischler dankte allen Beteiligten für das Engagment in diesem Bereich und speziell für die Organisation von über 100 Veranstaltungen zwischen dem 16. und 23. Juni. Namentlich erwähnte er die beiden Hauptorganisatorinnen im Gesundheitsamt: Dr. Astrid Danneberg und Demenz-Beraterin Barbara Josfeld.

Tischlers Aufforderung zum Besuch der Woche und zum Mitmachen nahmen sich die Besucher auf dem Berliner Platz, der sich bis zum Mittag immer weiter füllte, gleich zu Herzen: Als nämlich die Trommeln für ein gemeinsames rhythmisches Musizieren ausgegeben wurden. Und schon ging es auch los mit dem gemeinsamen Trommeln, afrikanischen Liedern und fröhlichen Bewegungsübungen. Und viele auf den Besucherbänken und in den hinteren Reihen machten zusehends begeistert mit – auch Bottroperinnen und Bottroper weit jenseits der Pensionsgrenze schlugen mit „Schmackes“ die von Schulkindern auf der Bühne vorgegebenen Rhythmen mit.

Über 400 Gäste hatten sich anschließend zum Auftritt des Bottroper Kabarettisten Dr. Ludger Stratmann eingefunden. Der ließ gleich sein „Alter Ego“ Jupp von der Kleingartenanlage Batenbrock-Süd zu Wort kommen. Und Jupp vergewisserte sich ersteinmal, ob ihn denn auch alle verstehen könnten – was beim Bottroper Heimauftritt natürlich kein Problem war. Das eine anwesende Mädel aus Rheinland-Pfalz, dass sich auf die Frage nach „Nicht-Ruhris“ gemeldet hatte, wurde auch gleich humorvoll in das „richtige Falschsprechen“ eingewiesen. Wie überhaupt Jupp’s Philosophieren über das Alter allgemein und seine aktuellen Befindlichkeiten nach dem 60. Geburtstag beim Publikum auf viel Verständnis stieß, wobei vielen die Lachtränen in den Augen standen. Dieser Auftritt wird für viele Zuhörer unvergesslich bleiben, auch weil dies wohl einer der letzten Live-Auftritt des Kabarettisten und ehemaligen praktischen Arztes außerhalb seines Bühnenprogrammes war.

Im Anschluss fesselte die Seifenblasen-Weltmeisterin Iryna Bilenka-Chaplin, die zuvor schon viele Kinder auf dem Platz in ihren Bann gezogen hatte, das Publikum mit einer faszinierenden Seifenblasen-Show, bei der auch ihr Partner schier unglaubliche Seifenblasen-Gebilde zauberte. An dieses Staunen knüpfte Clownzauberer „LIAR“ an, der Jung und Alt mit seiner Kunst betört. Musikalische Kurzweil lieferten am zusehends regnerischen Nachmittag der Chor „Gospel-Inspiration“, der Chor des Josef-Albers-Gymnasiums und die Senioren-Rockband „Breeze“.

Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ gab es auch inhaltlich viel rund um das Thema Demenz zu sehen und erleben. Außerdem im Programm: beispielsweise ein Luftballon-Wettbewerb, ein Kaffeehaus und leckeres, von Schülerinnen des Berufskollegs zubereitetes „Fingerfood“, „Geschichten zwischen Küchen und Kaue“, Auftritte des Seniorentheaters „Spätblüte“ sowie Ruhe und Wohlgefühl beim „Silviahemmet Touch“.